Alles Gute und auf Wiedersehen Buchcover

Alles Gute und auf Wiedersehen

Roman, Rotpunktverlag, Zürich (August 2014)

Als Mara im Sommer 1987 der neuen WG-Mitbewohnerin hilft, ihren schweren roten Koffer in die Wohnung zu schleppen, gibt sie sich betont kühl und abweisend. So sind die Berliner Umgangsformen. Zu Maras Erstaunen ist Loras roter Koffer voller Bücher, und über diese Bücher finden die beiden zueinander. Sie entdecken ihre Liebe und ihren gemeinsamen Traum, Künstlerin zu werden. Während Mara an ihrem Schreiben zweifelt, nutzt Lora jede Möglichkeit, als Theaterregisseurin Erfahrungen zu sammeln, und entfernt sich immer weiter von Mara - bis hinter die Mauer. Und eines Nachts ist sie ganz verschwunden, mitsamt dem roten Koffer. Nur die Bücher lässt sie zurück.
Jahre später hat Mara ihr Leben neu organisiert, sie lebt in einer kleinen Wohnung am Arkonaplatz, ist liiert mit Leif. Dessen Sohn Morten liebt sie, aber es fehlt ein Stück zum Familienglück. Mara fehlt ein Stück ihrer Vergangenheit. Sie macht sich auf die Suche, verfolgt Loras Spur mit dem Auto, mit Stift und Papier. Dabei ist sie fest entschlossen, nicht nur Lora, sondern auch sich selbst zu finden.


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Pressestimmen

Die Autorin spinnt den Erzählfaden parallel zum Mauerfall in Berlin – zu einem Neubeginn in doppelter Hinsicht. Geschickt verknüpft sie dabei Politisches und Historisches mit privaten Erlebnissen der Protagonistin.

-SIBILLA BONDOLFI, Kulturtipp, 12/15

Das Lokalkolorit stimmt ebenso detailgenau wie die Psychologie der Figuren. Deren intensive Beziehung wird angenehm kontrastiert durch eine bewusst schlichte Sprache. Zugleich sorgt die Suche nach der rätselhaft verschwundenen Freundin für eine innere Spannung. Überzeugend.

-MARIE-LOUISE ZIMMERMANN, BERNER ZEITUNG, 11. September 2014

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Viola Rohner schafft eine Kunst, die man nur selten liest. Sie schafft es, so zu erzählen, dass man ganz vergisst, dass man liest und ganz in diesen Bildern lebt. So schön wird das erzählt.
-TANJA KUMMER, DRS3, Buchtipp 4.9.2014 / Buch-Tipp auf SFR

Sentimentalitäten bleiben in dieser Geschichte - und zumal in dieser Stadt, in der das «Herz mit Schnauze» schlägt - draussen vor der Tür. Dafür glaubt man das Fluidum Berlins zu wittern und all die Existenzen mit Luftwurzeln, getrieben von Süchten und Sehnsüchten, gezeichnet von Aus- und Abbrüchen, geradezu greifen zu können.
-BEATRICE EICHMANN-LEUTENEGGER, NZZ, 2.9.2014

Ein Geschenk für alle, die empfänglich sind für ein psychologisch gut durchkomponiertes Stück Schweizer Literatur.

-CLAUDIA MEYER-HEINIMAN, bücherparadies. magazin, Herbst 2014

Im Fortlauf entwickeln die Andeutungen und Irritationen einen starken Sog, man kann das Buch kaum aus der Hand legen, weil es gleich drei Zeitebenen gibt, in denen es Rätsel zu lösen gibt. Wer sind Leif, Morten, Leo, Alex, Corsin, fragt man sich etwa auf den ersten paar Seiten? Es gehört zu den Stärken dieses Buches, dass die Autorin Leser und Leserin nicht bei der Hand nimmt, sondern auf deren Fähigkeiten vertraut. Allzu oft wird einem in Romanen zu viel zu früh und zu ausführlich erklärt. Solche Texte gehen einem auf die Nerven, «Alles Gute und auf Wiedersehen» dagegen greift einem ans Herz.

-IRENE WIDMER, Aargauer Zeitung, 21. August 2014; Zentralschweiz am Sonntag, 17. August; St. Galler Tagblatt, 14. August 2014

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Unkraut Buchcover

Unkraut

Erzählung, Rotpunktverlag Zürich, 2002

Im Hardcover und Hörbuch erhältlich

In einem Dorf in den siebziger Jahren an der Goldseite des Sees scheint die Idylle vollkommen. Die Hausfrauen fahren spätmorgens singend zum Friseur, vor dem Pflegeheim spazieren friedliche Alte, unten am See und oben am Berg wohnt zufrieden die Macht, Enten paddeln lustig im Sonnenschein. Eine junge Lehrerin unterrichtet wohl behütete Jugendliche, die in der Freizeit mit unterschiedlichem Geschick erste Küsse austauschen. Bibi und ihre Mitschülerinnen beklagen sich über die öde Lektüre im Deutschunterricht, woraufhin die Lehrerin ein Buch mit ihnen liest, in dem von "Liebemachen" und vom "Vögeln" die Rede ist, von "Kommunen" und von jungen Männern, die den Militärdienst verweigern und schon mit neunzehn von zuhause ausziehen. Bald wissen im Dorf all, dass den Jugendlichen in der Schule staatszersetzende Lektüre vorgesetzt wird. Es kann nicht angehen, dass eine Kommunsitin, eine Marionette Moskaus, die Dorfjugend vom rechten Weg abbringt.


Pressestimmen

Viola Rohner erzählt eine Begebenheit im Zeichen des Kalten Krieges und der Jugendbewegungen mit ganz eigenen Klangfarben: bisweilen wie ein Märchen, ironisch getönt, manchmal wie eine Dorfgeschichte aus dem Kalender. (...) Auffallend ist der hohe Grand an Anschaulichkeit: eine unverstellte Bildlichkeit, die nur auf den ersten Blick von so genannter Naivität bestimmt wird, tatsächlich aber erfahrenes Wissen verrät.

-BEATRICE EICHMANN-LEUTENEGGER, Der Bund, 22. Mai 2002

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Eine kleine Geschichte des Kalten Krieges in der Schweiz: Die Zürcher Autorin Viola Rohner überzeugt mit ihrem Erstling 'Unkraut'.
-CHRISTINE LÖTSCHER, Tages Anzeiger, 8.4. 2002.

 

Eine wundersam leichte, geradezu exemplarische Erzählung über die Befindlichkeit der Schweiz.
-WOLFGANG BORTLIK, WoZ, 28. 12. 2002

 

Unkraut liest sich geradezu parabelhaft, ironisch gebrochen und unsentimental erzählt, als Vorgeschichte von 'Züri brännt'.

-GIERI CAVELTY, NZZ, 27. Juni 2002

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